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02–06–2013

New Media


Wie soziale Medien auf den Handel Einfluss nehmen

Die soziale Vernetzung online nimmt weithin zu, und nimmt dabei auch auf das reale Leben Einfluss. Der Handel und vor allem die Gastronomie können diese Entwicklung zu ihrem Vorteil nutzen. Die Daten die online entstehen, können für Unternehmer als auch für Kunden einen echten Mehrwert darstellen.

 

Noch immer steht die Anzahl der „Mag ich“ viel zu oft im Vordergrund der Aktivitäten auf Facebook, statt die zur Verfügung stehenden Daten anderweitig zu nutzen. Erste Ansätze gibt es bereits mit dem Angebot „meet & seat“ der Fluglinie KLM oder dem interaktiven Sitzplan von ticketmaster. Beide Angebote verknüpfen das Beziehungsgeflecht der Kunden in den sozialen Netzwerken (hier Facebook und LinkedIn), um die Sitzplatzauswahl zu erleichtern. Bei einem Angebot dienen die Interessen des potentiellen Sitznachbarn als Entscheidungshilfe für den Sitzplatz, oder beim Anderen das Einblenden von Freunden auf dem Hallenplan. Gemein haben die Ansätze, dass die virtuellen Freundschaften in die reale Welt geholt und mit einem Mehrwert verbunden werden.

 

Seit Google das eigene soziale Netzwerk Google+ gestartet hat, werden auch dort mehr und mehr Funktionen des Beziehungsgeflecht für die Suche genutzt. Suchergebnisse erhalten schon den Hinweis, ob Freunde die jeweilige Seite auch mit einem „+1“ versehen haben. Damit ergänzt die Suchmaschine die Ergebnisse um die persönliche Komponente. Letztlich sind es Freunde und Bekannte aus Kreisen, Listen oder Gruppen, die den Bekanntenkreis eines Menschen repräsentieren und in der digitalen Landschaft Informationen hinterlassen. Der Nutzen für jeden Einzelnen entsteht, sobald ein Mehrwert durch das Sammeln und Auswerten dieser Daten erschaffen wird.

 

Der Erfolg von Social Media liegt somit in der Schaffung eines digitalen Mehrwerts für das reale Leben – und dafür gibt es unendlich viele Konstellationen. In der Gastronomie, zum Beispiel, werden nicht nur Empfehlungen, Bewertungen oder Kommentare, sondern auch die Bestellmöglichkeiten vor Ort die Auswahl des Restaurants beeinflussen. Beispielsweise können Gastronomen ihren Gästen die Bestellung per App ermöglichen und ihnen somit lange Wartezeiten in der Schlange ersparen. So kann der Leiter eines Gastronomiebetriebs oder einer Sportarena auch Kundenströme gezielter steuern, die Servicequalität verbessern und langfristig die Kundenbindung stärken.

 

Je nach Anwendungsgebiet ergeben sich hier Zeitvorteile bei der Bedienung im Bereich von bis zu 70% (wenn die Bezahlung auch über die App erfolgt). Für den Betreiber bedeutet das Umsatzpotential und vor allem kürzere Wartezeiten mit zufriedeneren Gästen. Fazit: Social Media fängt gerade erst an, durch die Digitalisierung unserem realen Leben einen Mehrwert zu bieten.

 

(Quelle: Dirk Röder, www.soical-secrets.com)