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15–07–2019

Strategische Kommunikation


Studie: Medienbeobachtung in der Krisenprävention unverzichtbar

Die Krise kommen sehen: 81 Prozent der befragten Organisationen wollen mit Medienbeobachtung, Krisenübungen oder Krisenbeauftragten einem Debakel ausweichen. Wie Krisenprävention von statten geht – lesen Sie hier mehr dazu.

Obwohl medienbezogene Krisenfälle wie Skandale oder Enthüllungen mit 29 Prozent nur den dritten Platz in der Rangliste der Krisentypen einnehmen – hinter dem Menschen als Krisenursache (Unfall, Tod etc., 55 Prozent) und Technik (Cyberangriff, Brand etc., 44 Prozent) –, erwarten mehr als die Hälfte der Befragten, dass die Intensität der Medienberichterstattung darüber deutlich zunehmen wird. So lautet ein zentrales Ergebnis der Krisenpräventionsumfrage 2019 des Instituts für Krisenforschung.

Wenig verwunderlich setzen die befragten Organisationen in der Krisenprävention daher insbesondere auf Medienbeobachtung (81  Prozent). Danach folgen Krisenstäbe (78 Prozent) und Krisenhandbücher (72 Prozent). Jede zweite Organisation führt regelmäßige Krisenübungen durch (59 Prozent) oder hält Krisenräume für den Ernstfall bereit (46  Prozent).

Im Ergebnis scheint sich die Krisenprävention auszuzahlen: Organisationen ohne durchlebte Krisenfälle setzen eine größere Zahl an Präventionsinstrumenten parallel ein, nutzen häufiger systematisches Themenmanagement und haben häufiger Krisenbeauftragte benannt als solche mit Krisenerfahrung.

An der Umfrage haben Krisenbeauftragte und Kommunikationsmanager aus 85 Institutionen teilgenommen – 75 Prozent aus Unternehmen, 15 Prozent von Behörden und 9 Prozent aus Verbänden. Gut die Hälfte der Umfrageteilnehmer nimmt eine Leitungsfunktion wahr.