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02–02–2021

Strategische Kommunikation


Kamerascheue CEOs

Die CEOs der größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands nutzen das Potenzial von visueller Kommunikation kaum aus. Dies ergab eine Untersuchung der Berliner Strategieberatung Altcramer.

Nicht einmal jeder zweite DAX-CEO (40 Prozent) hat sich vergangenes Jahr überhaupt per Video an seine Stakeholder gewandt. Selbst in der Corona-Krise wurde die emotionale Direktansprache über Bewegtbild kaum genutzt. „Ein Fehler“, urteilen die Strategieberater. „Der CEO von heute muss seine Marke emotional und öffentlichkeitswirksam vertreten. Selbst Marke sein. Bewegtbild bietet hier die größten Chancen.“

Die Untersuchungsergebnisse zeigen auch, dass schon bei grundlegenden Dingen einiges falsch gemacht wird. So werden Videos z. B. oft doppelt – in deutscher und in englischer Sprache – veröffentlicht, statt Untertitel zu verwenden. Nachfolgende Handlungsempfehlungen sollen dazu beitragen, diese und andere Fehler zu vermeiden:

– Die Bewegtbildstrategie muss in die Kommunikation des gesamten Unternehmens eingebettet sein und darf nicht losgelöst davon stattfinden.

– Authentizität ist Pflicht. Nur dann schafft Bewegtbild eine emotionale Nähe zwischen CEO und Zuschauern.

– Bewegtbildkommunikation ist keine Einbahnstraße. Wichtig ist, seinen Stakeholdern einen Rückkanal zu bieten und auf Kommentare zu reagieren.

– Nicht alles passt für jeden. Unterschiedliche Stakeholder brauchen eine unterschiedliche Bewegtbildansprache, verschiedene Ästhetiken und Storytelling-Ansätze.