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10–04–2013

New Media


Facebook ringt um junge Nutzer

Das mobile Web bringt das soziale Netzwerk in die Bredouille – besonders die jungen Nutzer siedeln um zu Mobile-Messaging-Diensten wie Whats App oder MessageMe. Zuwachs gab es nur in der Altersgruppe 45+. Mit Apps und Zusatzfunktionen versucht der Zuckerberg-Konzern ganz vorn auf dem Smartphone und im Gedächtnis der User zu sein.

 

Insgesamt büßte Facebook in Deutschland über die letzten drei Monate mehr als 300.000 Nutzer ein. Mit ca. 120.000 ausgetragenen Nutzern der Altersklasse 25-34 Jahre. Für sie verliert das soziale Netzwerk allmählich seinen Status als zentrale Schnittstelle für alle sozialen Aktivitäten. Andere Dienste scheinen attraktiver: Messaging läuft jetzt über Whats App, Fotos werden per Snapchat geteilt und auf Twitter kann der gesamte Freundeskreis auf einmal angesprochen werden. Facebook reagiert auf diesen Trend, versuchte sich vergebens mit einer Snapchat-ähnlichen Applikation und baut zurzeit seinen internen Messenger mit einer Sprachfunktion aus.

 

Trotz des demografischen Wandels ist Facebook mit etwa 12,5 Millionen Nutzern im deutschsprachigen Raum mit Abstand das größte soziale Netzwerk und das Vergreisen der Netzwerke ist auch bei anderen Anbietern zu sehen. Die größte US-Konkurrenz Tumblr konnte sich bis jetzt bei uns noch nicht durchsetzen. Das Verlangen nach mehr Privatsphäre und einfacher Bedienung treibt jedoch die Konkurrenz weiterhin an, die auf eine noch ausstehende Massenabwanderung von Facebook-Nutzern spekulieren.

 

Im Umgang mit Social Media-Aktivitäten muss man also nicht nur die Vorteile der Plattformen kennen, sondern auch mit deren Nutzerstruktur vertraut sein. Auf kleineren, dafür aber zielgruppengerechten Plattformen erreicht man zwar weniger User, trifft aber auf einen sehr aktiven Kern. Damit ist eine zielgruppengenaue Ansprache möglich.

 

(Quelle: Thinktank-pr.de)